Aktuelles

Meldungen August 2016

Vorträge des Direktors (Gründungsdirektor) Werner Gephart

Vom Direktor (Gründungsdirektor) des Käte Hamburger Kollegs "Recht als Kultur", Herrn Professor Gephart, sind im weiteren Verlauf des Jahres 2016 folgende Vorträge im Rahmen von Tagungsveranstaltungen im In- und Ausland geplant:

28. August 2016
W. Gephart: „Painting and Sculpturing the Law. Methodological and institutional reflections in the realm of normativity.”
Talk to be hold during the conference West of Everything.
New Media, Visual Culture and Law, Cardozo Law School, New York

28. September 2016
W. Gephart: „Rechtskultur  als kultursoziologischer Begriff und analytisches Programm“
Auf dem Soziologentag in Bamberg wird Werner Gephart in der Sektion Kultursoziologie, die sich dem Thema „Rechtskulturen“ widmet, über: „Rechtskultur als kultursoziologischer Begriff und analytisches Programm“ sprechen.
Dem scheinbar vagen Begriff der „Rechtkultur“, so wie er in Rechtswissenschaften und vergleichender Rechtsforschung mitunter verwendet wird, lässt sich durchaus ein präziser kultursoziologischer Sinn geben. Dies setzt voraus, Recht als ein Kulturphänomen wiederzuentdecken. Sobald nämlich die kulturelle Dimension des Rechts über symbolische Dynamiken und Ritualeffekte normativer Ordnungen (à la Durkheim) eingefangen wird, erschließt sich ein neuer Blick auf das Recht: Identitätsstiftung sowie kollektive Erinnerung treten neben eine friedenssichernde und integrative Funktion des Rechts, die sich in einer „force du droit“ (Bourdieu) verdichtet. Zugleich werden die Grenzen eines okzidental geprägten Rechtsbegriffs porös, der sich in seiner Kraft zur Ingeltungsetzung seiner normativen Ordnungen, seiner „deontic power“ (Searle), erschöpft. Diesen Kräften des Rechts in synchronischer und diachronischer Richtung nachzugehen, erlaubt ein Verständnis von „Rechtskultur“, das zugleich ein Forschungsprojekt ankündigt, welches – im Sinne Daniel Defoes – prinzipiell unabschließbar ist. In Webers Beschreibung des Meers unendlicher Rechtsgeschichten (MWG I/22-3) tauchen jedenfalls immer wieder Inseln auf, die man als rechtskulturelle Verdichtungen normativer Ordnungen begreifen kann. Eben diese Metaphorik, die angesichts der Unsichtbarkeit bei gleichzeitiger Ubiquität des Rechts auftritt, fordert kultursoziologische Aufklärungsarbeit heraus.
Universität Bamberg, 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

6. Oktober 2016
W. Gephart: „How to paint the law“
Die Eröffnung der Ausstellung „Some Colours of the Law“ an der Dickson Poon School of Law, King’s College mit Bildern und Installation von Werner Gephart steht unter dem Motto „How to paint the law“.
Der renommierte Analytiker von „Rechtskultur“ David Nelken und die Kulturwissenschaftlerin Greta Olson werden diese Arbeiten am 6. Oktober 2016
um 18 Uhr im Somerset House, East Wing, kommentieren.
Dickson Poon School of Law, King's College, London

25.10.2016
Werner Gephart: Eröffnung des Jahresthemas „Recht und Politik“:
„Verfassung als Kultur? Verfassungsuniversalismus und rechtskultureller Pluralismus“
Forum "Recht als Kultur", Käte Hamburger Kolleg, Bonn

Honorary Artist der Dickson Poon School am King’s College

Von August 2Werner Gephart, Brexit with spectators out of Brussels jungle (2016)016 an wird Professor Dr. jur. Dr. h.c. Werner Gephart als honorary artist der Dickson Poon School am King’s College in London den East Wing von Somerset House mit seiner Ausstellung „Some Colours of the Law“ für das akademische Jahr 2016/2017 gestalten. Die Ausstellung und hieran anknüpfende wissenschaftliche Veranstaltungen – auch zu aktuellen Themen und Fragestellungen des Käte Hamburger Kollegs "Recht als Kultur"- sind Teil des Visual Arts Programme, das seit der Eröffnung der Dickson Poon School in Somerset House durch Ihre Majestät die Königin zum Profil dieser international wirkenden Law School gehört. Über die Konzeption der Ausstellung, Termine zur Eröffnung (geplant 6. Oktober 2016) und anschließende Events werden Sie in Kürze weitere Informationen auf unserer Website finden.

Eine Ankündigung der Dickson Poon School of Law (King's College, London) zur Ausstellung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gephart "Some Colours of the Law" findet sich nunmehr auf der Homepage des King's College unter folgendem Link.

Meldungen Juli 2016

Diskussion über europäische Staatsbürgerschaft und Grenzregime

Dieter Gosewinkel, Leiter des Center for Global Constitutionalism am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung  und Fellow des Käte Hamburger Kollegs „Recht als Kultur“ von Januar bis Juli und erneut ab Oktober 2016, hat sich in zwei Fernsehbeiträgen zu aktuellen rechtspolitischen Fragen geäußert. Im „Forumsgespräch Zeitgeschichte“ des NDR vom 25. Juni 2016 wurde er zum Thema „Grenzregime - Wie Länder sich abschotten“ befragt (den Beitrag finden Sie hier in der NDR Mediathek).

In der 3sat-Kulturzeit diskutierte Gosewinkel am 11. Juli 2016 über das Thema „Wem geben wir das Recht auf eine hiesige, damit auch europäische Staatsbürgerschaft?“ (den Videobeitrag finden Sie hier auf den Seiten der 3sat Mediathek)

Tagungsbericht

Zur kürzlich abgehaltenen Tagung „Kunst, Provenienz und Recht – Herausforderungen und Erwartungen“ steht nun ein Tagungsbericht zur Verfügung.

Zum Tagungsbericht

Meldungen Juni 2016

Vortrag

Am Dienstag, dem 05. Juli 2016, wird Prof. Dr. Julia Mehlich (Moskau/Bonn) im Rahmen des „Forum Recht als Kultur“ einen Vortrag mit dem Titel „Die Ambivalenz des philosophisch-literarischen Rechtsnihilismus in Russland. L. Tolstoj, S. Hessen und A. Rubanov“ halten. Beginn im Max-Weber-Vortragsraum ist um 18 Uhr.

Zur Veranstaltungsseite

Working Paper

Der anlässlich der Tagung „Kunst, Provenienz und Recht – Herausforderungen und Erwartungen“ von Herrn Professor Gephart gehaltene Vortrag „Das Kunstrecht und die Rechtskünste. Zu Kunst, Provenienz und Recht im Lichte des Law-as-Culture-Paradigmas“ ist nun als PDF verfügbar.

Zum Download

Tagung zu „Kunst, Provenienz und Recht – Herausforderungen und Erwartungen“

Die Pressemitteilung zur Veranstaltung „Kunst, Provenienz und Recht - Herausforderungen und Erwartungen“ finden Sie hier.

Die Veranstaltung findet am 13. und 14. Juni 2016 in der Universität Bonn im Hörsaal IX (1. Obergeschoss) statt. Hier finden Sie die Raumpläne der Universität Bonn (Hauptgebäude Erdgeschoss und Hauptgebäude 1. Obergeschoss).

Auf unserer Veranstaltungsseite finden Sie weiter Informationen. 

ARTE-Beitrag: Hommage à Paul Celan des Bildhauers Alexander Polzin

Am 31. Mai 2016 lud die Stadt Paris zusammen mit der deutschen Botschaft sowie dem Goethe Institut zur Einweihung der Hommage an den Dichter Paul Celan im Anne Frank Garten ein (siehe auch Meldung vom April 2016). Der Berliner Bildhauer und ehemalige Artist in Residence des Käte Hamburger Kollegs „Recht als Kultur“ Alexander Polzin schuf mit seiner „Hommage à Paul Celan“ ein Skulpturenpaar, das die Nähe von bildender Kunst und Gedicht – genauer: der Lyrik Paul Celans – zum Ausdruck bringt. Der Skulptur des Dichters, der „Hand an sich legt“, ist dabei eine weibliche Dialogskulptur an die Seite gestellt, die beobachtend für das Moment der Begegnung in den Gedichten Celans steht.

Einblicke in den Schaffensprozess des Skulpturenpaars bietet nun ein ARTE-Beitrag, der hier angeschaut werden kann.