Ältere Meldungen - 2020

Meldungen Juli 2020

Publikation von Clemens Albrecht erschienen

Soeben ist mit „Sozioprudenz - Sozial klug handeln“ die neueste Publikation von Prof. Dr. Clemens Albrecht erschienen.


Tagungsbericht zu den „Essener Gesprächen“

Soeben ist zu den 55. Essener Gesprächen zum Thema „Institutionen unter Druck. Europarechtliche Überformung des Staatskirchenrechts?“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Tagungsbericht von Martin Otto erschienen, in welchem insbesondere der Vortrag von Prof. Dr. Clemens Albrecht, Co-Direktor am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“, hervorgehoben wird:

Otto, Martin, Das wäre ja verrückt, wenn das so wäre. Was hilft das Irrationale der Religion gegen die Logik des Rechts? Die „Essener Gespräche“ über Kirche und Europa, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.7.2020, S. N3

(Bitte beachten Sie, dass der Artikel nur über das Netz der Universität Bonn abrufbar ist)


Podcasts zu den digitalen Forumsvorträgen „Recht als Kultur“ nun verfügbar

Aufgrund der derzeit herrschenden Corona-Krise finden die geplanten Vorträge des Forums „Recht als Kultur“ nicht wie gewohnt im Käte Hamburger Kolleg "Recht als Kultur" statt, sondern werden im Rahmen des digitalen Fellow-Meetings des Kollegs aufgezeichnet.

Folgende Vorträge sind bereits verfügbar:

Grischka Petri: Cultural Monopoly and Alternative Communities (29.07.2020)

Beatriz Barreiro Carril: My Culture? A Legal-Artistic Theatre Proposal for the Understanding of the Current Value and Possibilities of Cultural Rights (22.07.2020)

Pierre Brunet: Navigating the "Rights of Nature Turns": main issues (24.06.2020)

Yousra Abourabi: The Normativities of Climate Change: Building New Legal Communities (17.06.2020)

Justus Heck: Judicial Contact Systems (10.06.2020)


Meldungen Mai 2020

„Law and ‚Gemeinschaft‘“: Working Paper und Podcast zum digitalen Forumsvortrag von Werner Gephart

Die Aufzeichnung der Eröffnung des neuen Kollegjahrs ist nunmehr als Podcast verfügbar. Die Erläuterungen, diesmal im Durkheim-Salon aufgenommen, beziehen sich auf das Working Paper, das Sie hier nachlesen können.

Der Vortrag gliedert sich in zwei Teile und befasst sich mit folgender Thematik:

Teil I:
Recht und 'Gemeinschaft'. Allgemeine Überlegungen zu einer schwierigen Sphärenbeziehung

In einem ersten Teil wird die keineswegs unumstrittene, aber unabdingbare Kategorie von „Gemeinschaft“ und ihren Grenzen – von Ferdinand Tönnies, über Durkheim, Plessner bis Parsons und Luhmann – erläutert, um sie zur rechtlichen Sphäre in Beziehung zu setzen. Hierbei werden verschiedene Gemeinschaftsebenen sichtbar, die von der Figur der „Rechtsgemeinschaft“ bis zur „Europäischen Gemeinschaft“ reichen sowie nationale und regionale Gemeinschaften bis zu Familie und Nachbarschaft als primordialer Gemeinschaft umfassen. Zu Teil I

Teil II
Die Corona-Krise im Lichte des 'Law-as-Culture-Paradigms'. Zu gemeinschaftlichen Dimensionen der Krise.

In einem zweiten Teil wird der Versuch unternommen, die normativen Implikationen und Konsequenzen der Corona-Krise im Lichte des Law-as-Culture-Paradigmas zu beleuchten, die von den politischen Gemeinschaften bis zu den religiösen und familialen Gemeinschaften außerordentliche Folgen zeitigt, die unter den Voraussetzungen des normativen Ausnahmezustandes ein umfassendes Reich des Normativen (Foucault) etabliert. Zu Teil II


Meldungen April 2020

Die Coronakrise im Lichte des Law-as-Culture-Paradigms

Die gegenwärtige Krise findet vor allem in den offiziellen Mitteilungen, den Fernsehdebatten sowie einschlägigen Podcasts der naturwissenschaftlichen Disziplinen einen Reflex der Experten, auf die politische Entscheider angewiesen sind und die die Definitionsmacht der Ereignisse in die Sphäre der Wissenschaft verlagern. Zunehmend wird freilich sichtbar, dass Wertentscheidungen fundamentaler Art auf dem Spiel stehen, in denen ethische und kulturwissenschaftliche Überlegungen eine wichtige Rolle spielen.

Wie ein kulturwissenschaftlicher Blick auf diese uns alle bewegende Krise im Lichte des Law-as-Culture-Paradigms aussieht, finden Sie in der nachfolgenden Debatte, die von einem Beitrag von Professor Dr. jur. Dr. h.c. Werner Gephart ihren Ausgang nimmt und sukzessive durch Texte ehemaliger Fellows und Mitstreiter ergänzt wird. Von Beginn an war es dem Kolleg wichtig, aktuelle Fragestellungen im Lichte seiner auf Grundlagenforschung angelegten Forschungsperspektive aufzugreifen. So wurde den normativen Voraussetzungen und Konsequenzen des Arabischen Frühlings sehr früh in Tagungen und Publikationen eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, Probleme eines normativen Pluralismus wurden in der Beschneidungsdebatte diskutiert, Fragen der materialen Gerechtigkeit im Zuge der Debatten über die Restitution geraubten jüdischen Eigentums, sowie provozierende Fragen einer Rechtsästhetik, die sich in Gerichtsbauten, Gerichtsfilmen und Darstellungen der Justitia niederschlägt. Über die kulturelle Bedeutung der Maske haben wir im Bonner Kunstmuseum im Rahmen der dortigen Maskendarstellung diskutiert, ebenso über die normativen Voraussetzungen des Flanierens, eine Art der Bewegung, die gegenwärtig in größeren Ansammlungen jedenfalls vielerorts pönalisiert ist.

Mit der gegenwärtigen Initiative möchte Professor Gephart die Vielfalt der im Kolleg geübten Fachdisziplinen sowie der Herkünfte von Fellows und der dem Kolleg verbundenen Institutionen nutzen, um den analytischen Blick der am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ entwickelten kulturwissenschaftlichen Norm- und Rechtsanalyse aus einem kosmopolitischen Blickwinkel auf die großen Herausforderungen der gegenwärtigen Krise zu richten.

Bisher erschienen und als Download verfügbar:


*Es ist selbstverständlich, dass es sich jeweils um die individuelle Auffassung der Beitragenden handelt und nicht zwangsläufig die Kollegsauffassung widerspiegelt.

Weitere Beiträge ehemaliger Fellows und von Freundinnen und Freunden des Kollegs werden alsbald folgen!

For the english version click here


Meldungen März 2020

Die für den Monat März angekündigten Kollegveranstaltungen am 17. März und am 24. März werden wegen der durch die zunehmende Verbreitung des Corona-Virus bedingte Risikolage abgesagt.

Auch bei Veranstaltungen, die keine Großveranstaltungen sind, wird zunehmend wegen der verdichteten Kommunikation von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus per Absage zu senken. Zwar erzählen uns Epidemiologen, dass erst eine „Durchinfizierung“ der Gesellschaft zu kollektiven Immunisierungen führen würde, aber man ist sich einig darüber, dass eine Verlangsamung des Prozesses wünschenswert sei. Damit befinden wir uns in einer ähnlich paradoxen Lage, in die uns Durkheims These von der „Normalität“ des Verbrechens führt: Devianz ist funktional für das Sozialsystem, wenn auch individuell für ein Opfer in höchstem Maße schädlich.

Daher wird der für den 17. März geplante Forumsabend mit anschließendem Empfang leider nicht stattfinden können, und da uns – aufgrund der prekären Lage in Italien - ein Fellow und Teilnehmer an der Podiumsrunde mit Maria Eichhorn schon vorzeitig verlassen wird, kann leider auch der für den 24. März angesetzte Termin zur Diskussion des Rose Valland Instituts nicht stattfinden.

Wir danken Ihnen sehr für Ihr Verständnis, können zugleich versprechen, dass die juridisch-normativen Fragen, die mit dieser Art des sich anbahnenden „Ausnahmezustandes“ verbunden sind, uns noch in ihren theoretischen Voraussetzungen und praktischen Konsequenzen intensiv beschäftigen werden!

Werner Gephart


Meldungen Februar 2020

Vortrag von Dr. Raja Sakrani in Beirut, Libanon

Am 14. April 2020 wird Dr. Raja Sakrani, Wissenschaftliche Koordinatorin am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“, einen Vortrag zum Thema „L'autre dans la civilisation islamique: entre l'immanence des cultures et la transcendance divine“ halten. Mit dem Vortrag wird sie die internationale Tagung „Islam & Altérité“, eröffnen, die vom 14. bis zum 17. April 2020 an der Saint Joseph University of Beirut, Libanon stattfinden wird.

Weitere Informationen finden Sie unter Aktivitäten

Hinweis: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird der Kongress auf den 13./16. April 2021 verschoben.


Programm des Forums "Recht als Kultur" für das zweite Quartal 2020

Das Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ bietet im Rahmen des gleichnamigen Forums einen Raum für transdisziplinären und transkulturellen Austausch mit internationalen Gästen und den Fellows des Kollegs. Die Forumsveranstaltungen finden dienstags ab 18 Uhr im Max-Weber-Vortragsraum des Kollegs statt und stehen interessierten Zuhörern offen, der Eintritt ist frei.

Das aktuelle Forumsprogramm für April bis Juli 2020 finden Sie hier (PDF).

Detaillierte Informationen zu den Einzelvorträgen finden Sie unter Aktivitäten.


Meldungen Januar 2020

Workshop "Digital Transformation in Law and Society"

Das Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ veranstaltet am 3. und 4. Februar 2020 einen Workshop mit dem Titel "Digital Transformation in Law and Society: Comparative Perspectives on Families and New Media"

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladungskarte (PDF).